Bildung ist ein sprachlich, kulturell und historisch bedingter Begriff
mit einer sehr komplexen Bedeutung. Eine präzise, oder besser noch einheitliche
Definition des Bildungsbegriffs zu finden, erweist sich daher als äußerst
schwierig. Je nach Ausrichtung und Interessenlage variieren die Ansichten
darüber, was unter „Bildung“ verstanden werden sollte, erheblich.
„Bildung verweist auf Bild und damit zurück auf die bis in unser Jahrhundert
aufgegriffene Genesispassage (1. Buch Mose, 26 f.), nach der Gott den Menschen
nach seinem Bilde geschaffen hat. Gleichzeitig ist es diesem Geschöpf verboten,
sich ein Bild Gottes zu machen.“ (Meyer-Drawe, 1999, S. 161.)
Der moderne dynamische und ganzheitliche Bildungsbegriff steht für den
lebensbegleitenden Entwicklungsprozess des Menschen, bei dem er seine geistigen,
kulturellen und lebenspraktischen Fähigkeiten und seine personalen und sozialen
Kompetenzen erweitert. Es kann aber keinen perfekten Menschen geben;
individuelle Anlagen, sowie zeitliche, räumliche und soziale Bedingungen, setzen
der Verwirklichung eines wie auch immer definierten Bildungs-Ideals Grenzen.
Die Wissenschaftstheorie ist ein Teilgebiet der Philosophie, das sich
mit den Voraussetzungen, Methoden und Zielen der Forschung und ihrer Form der
Erkenntnisgewinnung beschäftigt. Für die Forschung als die Suche nach Erkenntnis
ist insbesondere die Frage nach den Methoden und Voraussetzungen der
Erkenntnisgewinnung von Bedeutung. Diese Frage wird in der Erkenntnistheorie
behandelt. Einstein schreibt: "Die gegenseitige Beziehung von Erkenntnistheorie
und Wissenschaft ist von merkwürdiger Art. Sie ist aufeinander angewiesen.
Erkenntnistheorie ohne den Kontakt mit Wissenschaft wird zum leeren Schema;
Wissenschaft ohne Erkenntnistheorie ist soweit überhaupt denkbar primitiv und
verworren